CD-/DVD-Medien und die Qual der richtigen Wahl

Nachdem sich unsere beiden langjährigen Lieferanten Sony DADC und Taiyo Yuden (zuletzt JVC) aus der Medienproduktion zurückgezogen haben, wird die Medienlandschaft bedeutend kleiner, aber für den Kunden nicht unbedingt einfacher. Zwar sind alle Medien in Größe und Aufbau genormt, jedoch entscheiden marginale Unterschiede innerhalb der Spezifikationen, über einen reibungslosen Produktionsablauf oder eben nicht…

Professionelle CD-/DVD-/BD-Medien auf Haltbarkeit und Funktion geprüft und zertifiziertWer mit Produktionssystemen von Rimage oder den Epson Discproducer arbeitet, weiß wie zermürbend permanente manuelle Eingriffe sind, wenn unter Termindruck Medien produziert werden müssen. Die Ursachen hierfür sind so vielfältig, wie es Medien-Anbieter auf dem Markt gibt, jedoch können die Probleme durch die richtige Wahl der Medien leicht vermieden werden.

Zu unterscheiden sind generell Transport-, Recording- und Druckprobleme.

Transportprobleme entstehen, wenn Medien nicht sorgfältig hergestellt worden sind. Die Robotik kann nur funktionieren, wenn das Medium perfekt gegriffen, transportiert und in Recorder oder Drucker abgelegt und dort verarbeitet werden kann. Ist das Medium zu dünn, weil der Hersteller Polycabonat (aus Erdöl gewonnen) sparen will oder er die Medien zu schnell oder unsauber verarbeitet, so dass sie aneinander kleben oder sich wölben, da die Druckoberfläche nicht genug Zeit hatte, zu trocknen, kann die Robotik nicht sauber arbeiten und setzt mit Fehlermeldungen aus.

Schreib- oder Recordingprobleme sind ein weites Feld. Fehler, die früher sofort zum Abbruch des Schreibvorgangs führten, verzeihen die heutigen Recorder und Schreibprogramme, setzen den Schreibvorgang aus und knüpfen an anderer Stelle wieder an. Zwar wird das Medium dann als erfolgreich geschrieben ausgegeben, wird aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in diversen CD- oder DVD-Laufwerken zu Leseproblemen führen, die sich über den Alterungsprozess des Mediums noch weiter steigern.

Druckprobleme sind ein schwieriges Thema, denn hier ist das Problemempfinden eher subjektiv. Wer nur drei Zeilen Text druckt, wird sich höchstens daran stören, dass diese zu lange zum Trocknen brauchen, sonst aber mit nahezu keinem Hersteller ein Problem haben. Stellt man allerdings Ansprüche an die Bedruckung, so dass die Farbe des Logos auch der CI entspricht, dann wird das an den Medien vieler Anbieter scheitern.

Mit über 10.000 verkauften Produktionssystemen kennen unsere Kollegen im Support nahezu alle erdenklichen Fehlerquellen. Auf diesem Erfahrungsschatz aufbauend, treffen wir die Auswahl der Medien, die den Weg in unser Produktangebot finden. Wichtig ist hierbei, dass der Hersteller eine gleichbleibende Qualität garantieren kann und die Medien im Zweifelsfall auch zurück nimmt, sollten sie mit den Produktionssystemen nicht verarbeitet werden können.

Generell sollte zwischen Medien zur Datenverteilung (Distribution), welche nach einmaligem Lesen nicht mehr gebraucht werden und Archivmedien, welche die Daten für 10, 35 oder mehr Jahre konservieren. Für alle durch INCOM vertriebenen Medien können wir entsprechende Haltbarkeitszertifikate vorweisen. Zurzeit empfehlen wir Medien von Rimage, Ritek, und FTI (Falcon). Rimage läßt neuerdings die auch als Rimage gebrandeten Medien auf dedizierten Produktionslinien herstellen und gibt eine weitreichende Funktionsgarantie.





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